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- 9.11.2011: Parodontitis und Diabetes mellitus - Interaktionen zwischen zwei Systemerkrankungen
- 9.11.2011: Was tun, wenn die Kiefergelenke knacken ? - Funktionsanalyse und Kiefergelenkdiagnostik in der zahnärztlichen Praxis
- 29.6.2011: Tabuthema Mundgeruch
- 14.6.2011: Kieferfehlbildungen und Kieferorthopädie (Teil 2)
- 23.5.2011: Kieferfehlbildungen und Kieferorthopädie (Teil1)
- 2.5.2011: Laser in der Zahnheilkunde
- 11.4.2011: Begleitende Logopädie bei Behandlung mit Zahnspangen
- 5.4.2011: Auswirkungen der Parodontitis auf Ihre Gesundheit - Teil 2
- 24.2.2011: Rheuma, Kiefergelenke, Kieferorthopädie!
- 10.1.2011: Welche Verbindung besteht zwischen Rheuma und Kieferorthopädie?
Parodontitis und Diabetes mellitus - Interaktionen zwischen zwei Systemerkrankungen
9.11.2011 von admin.
Seit einigen Jahren finden die Wechselwirkungen zwischen Parodontitis und Diabetes mellitus vermehrt Beachtung. Zahlreiche Studien belegen, dass beide Erkrankungen in direktem Zusammenhang stehen. Dies bedeutet: Das Vorliegen der einen Erkrankung erhöht das Risiko, an der anderen zu erkranken bzw. beide können sich gegenseitig verstärken.
Bei Parodontitis und Diabetes mellitus handelt es sich um multifaktorielle, chronische Erkrankungen, die beide zu Beginn meist symptomlos verlaufen und so erst spät erkannt werden.
Parodontitis kommt bei Diabetikern häufiger vor als bei Nichtdiabetikern. Zudem wurde durch Studien belegt, dass das Risiko für die Entstehung und den Verlauf einer Parodontitis von der Blutzuckereinstellung des Diabetikers abhängt. Bei der vorliegenen Hyperglykämie (Überzuckerung) werden Zuckermoleküle ohne Hilfe von Enzymen “verarbeitet”. Dabei entstehen die sogenannten AGE’s (advanced glykation end products), die sich in den Geweben also auch im Parodont ablagern. Verschiedene AGE’s verstärken die bakteriell verursachte parodontale Entzündung und fördern den parodontalen Knochenabbau. Desweiteren behindern sie die bei der Parodontitsbehandlung notwendige Kollagen- und Knochenneubildung. Für eine erfolgreiche Parodontitisbehandlung ist eine optimale Blutzuckereinstellung des Patienten daher unerlässlich.
In zahlreichen Studien wurde festgestellt, dass der HbA1c-Wert durch eine vorliegende Parodontitis und deren Schweregrad sowohl bei Diabetikern als auch bei Nichtdiabetikern negativ beeinflusst wird. Die Vermutung liegt nahe, dass eine Parodontitis das Risiko für die Entstehung eines Diabetes mellitus erhöht. In einer weiteren Studie wurde deutlich, dass das Risiko an einer durch Diabetes mellitus begünstigten Komplikation (wie Herzinfarkt oder diabetische Nierenerkrankung) zu versterben, bei Diabetikern mit schwerer Parodontitis gegenüber parodontal Gesunden stark erhöht ist. Dies macht deutlich, dass eine Parodontitis durch ihren negativen Einfluss auf die Blutzuckereinstellung die Entstehung von Komplikationen eines Diabetes mellitus fördert. Weitere Studien belegen, dass durch eine Parodontitistherapie der HbA1c-Wert um ca. 0,4 % gesenkt werden kann und somit die Einstellung des Blutzuckerwertes günstig beeinflusst.
Dies zeigt, dass das Vorliegen eines Diabetes mellitus und dessen Blutzuckereinstellung in der zahnärztlichen Praxis für Vorsorge, Diagnose, Prognose, Therapieentscheidung und Nachbetreuung eines Patienten mit Parodontitiserkrankung von zentraler Bedeutung ist!
Die Behandlung beider Erkrankungen sollte aufgrund der oben beschriebenen Wechselwirkungen fachübergreifend erfolgen und erfordert eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Patient, Zahnarzt und Arzt.
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Was tun, wenn die Kiefergelenke knacken ? - Funktionsanalyse und Kiefergelenkdiagnostik in der zahnärztlichen Praxis
9.11.2011 von admin.
Der menschliche Kauapparat setzt sich aus den Kiefergelenken, den Zähnen, dem Kieferknochen sowie der Kaumuskulatur zusammen. Genau wie es im übrigen Körper zu Verspannungen, Schmerzen, Haltungs- und Funktionsstörungen kommen kann, so ist dies auch im Kauapparat möglich. Wird die Balance dieses komplizierten Systems gestört - z.B. durch Schäden am Fuß- oder Kniegelenk, durch eine Wirbelsäulenveränderung oder durch Zahn- oder Kieferfehlstellungen können folgenreiche Funktionsstörungen hervorgerufen werden, die aufgrund der vielfältigen Symptome (z.B. Knirschen u. Knacken der Kiefergelenke, Ohrengeräusche, häufige Kopfschmerzen, chronische Verspannungen usw.) falsch gedeutet werden.
Wegen der unterschiedlichen Schmerzlokalisationen suchen betroffene Patienten zunächst andere Fachärzte auf. Eine enge Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Fachgruppen ist daher äußerst wichtig. In der Zahnmedizin wurde ein umfassendes Analyse- und Diagnoseverfahren entwickelt, um Funktionsstörungen der Kiefergelenke, der Kaumuskulatur und der Zähne zu ermitteln und zu behandeln.
Bei entsprechender Indikation findet zunächst eine klinische Funktionsanalyse statt, bei der Veränderungen im Bereich der Zähne, des Zahnhalteapparates, der Kau- und Hilfsmuskulatur, der Kiefergelenke und Zahnkontakte in Ruhe und Bewegung erfasst werden. Oft wird eine Röntgenübersichtsaufnahme hinzugezogen, um von den Zähnen direkt oder durch Gewebeveränderung um die Zähne herum verursachte Beschwerden auszuschließen.
In der weiterführenden instrumentellen Funktionsanalyse werden mithilfe unterschiedlicher Geräte/Apparate die individuellen Kieferbewegungen und Bissverhältnisse des Patienten an Kiefermodellen simuliert. Mit dieser Untersuchung können die Ursachen von Funktionsstörungen des Kauapparates erkannt werden. Eine ergänzende Untersuchung mittels MRT-Aufnahmen (Magnet-Resonanz-Tomographie) kann zusätzlich Aufschluss über den Funktionszustand der Kiefergelenke geben.
Um funktionelle Störungen dauerhaft beseitigen zu können, stehen dem Behandler eine Vielzahl von effektiven Behandlungsmaßnahmen zur Verfügung (z.B. Knierscherschienen, kieferorthopädische Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen, …).
Häufig muss vor oder während der zahnärztlichen Behandlung eine begleitende Behandlung der verspannten Strukturen durch spezielle Physiotherapie oder Osteopathie erfolgen. Ziel der Therapie ist es, Harmonie und Entspannung des gesamten Kauapparates (wieder) herzustellen.
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Tabuthema Mundgeruch
29.6.2011 von admin.
Wussten Sie schon, dass am 06. Juli 2011 der Tag des Kusses ist ?
Mundgeruch kann einsam machen:
Meist bemerken die Betroffenen erst später ihren Mundgeruch
(Halitose), nämlich dann, wenn ihre Mitmenschen Abstand von ihnen halten. So entsteht oft eine für beide Seiten sehr peinliche Situation. Die Ursachen können jedoch beseitigt werden.
Die Ursache für den Mundgeruch liegt im Mund und nicht - wie es landläufig heißt - im Magen.
In bis zu 90% der Fälle - so zeigen es wissenschaftliche Untersuchungen - geht der unangenehme Geruch von der Mundhöhle aus. Hunderte von Bakterienarten bauen im Mund Speisereste sowie Zahn- oder Zungenbeläge ab. Dabei entstehen bei unregelmäßiger Mund- und Zungenpflege faulig riechende Stoffwechselprodukte, deren Geruch mitunter die Nase des Gegenübers beleidigen können.
Wo genau liegt aber die Ursache für den Mundgeruch, wenn die Diagnose Ihres Zahnarztes lautet: “Alles bestens und die Zahnpflege ist lobenswert!” ?
In diesem Fall ist die Hauptquelle des schlechten Atems häufig auf der Zunge zu finden. Auf dem Zungenrücken mit seinen unzähligen kleinen Furchen und Gräben finden Bakterien ideale Möglichkeiten, sich zu verstecken und ungestört übelriechende Stoffe zu produzieren.
Ist es nicht eine unangenehme Vorstellung, dass sich diese Bakterien von Nasensekret und anderen Rückständen ernähren, die an der Zunge haften bleiben ?
Nur eine optimale Mundhygiene kann hier Abhilfe schaffen.
Wird der Zahnbelag nicht täglich vollständig entfernt, vermehren sich die Bakterien schnell und produzieren unangenehme Gerüche. Zudem verursachen sie Zahnfleischentzündungen oder sogar Zahnbetterkrankungen. Dabei entstehen neue Aufenthaltsräume für die Bakterien, deren Anzahl so stetig wächst. Der Mundgeruch nimmt weiter zu. Auch hier ist es dem Zahnarzt und seinen zahnmedizinischen Assistentinnen möglich, den frischen Atem mit Hilfe einer professionellen Zahnreinigung (PZR) zurückzuholen. Sie erhalten ausführliche und individuelle Informationen über geeignete Hilfsmittel und Techniken, die Ihnen auch zu Hause eine optimale Pflege ermöglichen.
Weitere Ursachen für Mundgeruch sind gelegentlich auch bei mangelhaftem Zahnersatz zu finden. Haben Brücken oder Teilprothesen eine ungünstige Form oder sind sie gar beschädigt, können sich hier Bakterien hervorragend einlagern und in Ruhe vermehren. Dies kann Ihr Zahnarzt in einer Untersuchung abklären.
Bei vereiterten Mandeln oder Kieferhöhlen sowie Stoffwechselerkrankungen tritt Mundgeruch eher selten auf. Eine Mundtrockenheit kann die Situation verschlimmern, da hier der Spüleffekt des Speichels fehlt und die Bakterien nebst ihrer chemischen Produkte leichter auf der Zunge kleben bleiben. Ursache für das Austrocknen des Zungenrückens können z.B.
Fasten, langes Reden, Stress und auch das Rauchen sein.
Sie sehen also, wie vielschichtig und vielfältig sich das Problem Mundgeruch darstellt. Um die individuelle Ursache präzise und vollständig festzustellen, ist eine lückenlose und umfangreiche Erfassung aller wichtigen Details erforderlich. Dies kann nur der Profi leisten.
Fazit:
Leiden Sie unter Mundgeruch, nehmen Sie sich die Zeit, die Ursachen genau abzuklären. Viele überflüssige Magenspiegelungen können so vermieden werden !
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Kieferfehlbildungen und Kieferorthopädie (Teil 2)
14.6.2011 von admin.
Oft sind die ersten Merkmale einer Kieferfehlbildung:
1. ein offener Mund und Mundatmung
- die Mundatmung macht anfällig für Erkältungskrankheiten und Entzündungen im Nasen-Rachenraum, auf den Frontzähne trocknen Zahnbeläge an, was wiederum kariöse Defekte verursacht; die Lippen trocknen aus, werden spröde und rissig, mit der Folge, dass ständiges Lippenlecken zu einem Habit (schlechte Angewohnheit) mit Schädigung der Hautareale um den Mund herum führt. Außerdem kann der Nasen- Rachenraum unterentwickelt sein, was wiederum zu Sprachstörungen führen kann.
2. das Einlegen der Unterlippe zwischen die Zähne (Lippendysfunktion)
- führt zu Vorschub und Kippung der oberen Schneidezähne
- Zungenpressen beim Schluckvorgang (Zungendysfunktion)
- > führt zum offenen Biss und Vorschub und / oder Kippung der oberen Schneidezähne
- vermehrter Speichelfluss
- > die Aussprache kann verwaschen oder undeutlich klingen
- Artikulationsstörungen wie z.B. Lispeln
- Fehlbildung der S-Laute, interdentale Lautbildung von L,T,D und N, Lautersetzungen: SCH wird zu S; CH wird zu ß; K und G werden zu T und D; DR und TR werden zu GR und KR
- Gesamtkörperspannung und Haltungsschwäche
- die Folge: durch das Ungleichgewicht zwischen Wangenmuskulatur und der oberen Zahnreihe entstehen ein- oder mehrere Kreuzbisse und ein zu schmaler Oberkiefer
- Schnarchen (nachts)
- Ursachen für das Schnarchen sind z.B. die nach hinten abgedrängte oder durch Rücklage des Unterkiefers falsch gelagerte Zunge, die den hinteren oberen Rachenraum einengt.
Zusammenhang orofaziale Dysfunktionen und Ernährung:
Orofaziale Dysfunktionen können bei den Kindern dazu führen, dass die Nahrung nicht gründlich gekaut werden kann. Die Kaumuskulatur wird nicht oder kaum beansprucht. Die optimale Verdauung wird beeinträchtigt und der Zahnhalteapparat kann überbeansprucht sein.
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Kieferfehlbildungen und Kieferorthopädie (Teil1)
23.5.2011 von admin.
Die
frühzeitige Erkennung und Behandlung von orofazialen Dysfunktionen (
Fehlfunktionen im Mund/-Gesichtsbereich) ist eine interdisziplinäre Aufgabe.
Dabei spielt die fachübergreifende Zusammenarbeit von
Zahnärzten/Kieferorthopäden, HNO-Ärzten, Orthopäden, Kinderärzten, Logopäden/Sprachtherapeuten,
Physiotherapeuten und Ernährungswissenschaftlern eine große Rolle.
Diese
Dysfunktionen sind ursächlich für Dysgnathien und
Zahnfehlstellungen im Milch- und dem frühen Wechselgebiss
verantwortlich.
Bei der Betreuung von Kindern mit diesen
orofazialen Dysfunktionen sollte der Zusammenhang mit den individuellen
Persönlichkeiten des Kindes hinsichtlich seines allgemeinen Körpertonus
(Spannungszustand der Muskulatur), seiner Zahn- und Kieferentwicklung, seiner
Artikulation (Aussprache) und Ernährung immer Beachtung finden.
Ursachen
zur Entstehung von Dysfunktionen:
- zu lange Fläschchengabe oder
Schnullersaugen
-
Schnabeltassen
oder Sportlerflaschen
-
Lutschen
am Daumen oder Gegenständen
-
Lippenbeißen
-
Zungenpressen
-
Kopf-
oder Kinn aufstützen
-
häufige
Infekte durch Mundatmung
-
Saug-
und Schluckreflexe
-
Vererbung
-
Nachahmung
(der Eltern oder Geschwister)
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Laser in der Zahnheilkunde
2.5.2011 von admin.
Seit Anfang der Neunziger Jahre findet der Laser auf vielfältige Art Verwendung in der Zahnheilkunde. In unserer Praxis sind wir mit den besten Geräten ausgestattet und können Ihnen viele Möglichkeiten für ihre persönliche Therapie anbieten.
Der Laser kann unter anderem zur schmerzfreien bis schmerzarmen Kariesentfernung angewendet werden. Schnell, präzise und für Sie deutlich angenehmer und nahezu schmerzlos (oft ist eine Betäubung gar nicht notwendig) kann kariöses Gewebe abgetragen werden und Karies ohne Bohren entfernt werden.
In der Parodontologie kommt der Laser zum Einsatz, um gewebeschädigende Bakterien in der Zahnfleisch- und Knochentasche abzutöten. Die Behandlungsresultate mit unterstützender Lasertherapie sind bei Parodontitis- Behandlungen deutlich besser als nur auf konservativem Wege.
In der Chirurgie dient der Laser zur Entfernung von Hautwucherungen und Aphten, zum Desinfizieren von Wunden und zum Entfernen von störenden oder einschränkenden Lippenbändchen.
Bei Fissurenversiegelungen von Kindern und Erwachsenen findet die Sterilisation und Konditionierung mit dem Laser einen äußerst sinnvollen Einsatz.
Bei Wurzelbehandlungen können die Wurzelkanäle durch den Laser sterilisiert werden. So wird die Heilung des Gewebes unterstützt und späteren Infektionen vorgebeugt. Der Erfolg einer Wurzelkanalbehandlung kann somit deutlich erhöht werden- ein riesiger Vorteil für Sie..
Der Einsatz von Lasern in der Zahnmedizin bietet viele Vorteile, wie z.B.
- beschleunigte Wundheilung
- Infektionsverringerung und – Beseitigung
- Unterstützung des Körpers bei der Geweberegeneration
- Reduzierung benötigter Betäubungsmittel
- angenehmere, schmerzfreie Behandlung.
In der Diagnostik bieten wir Ihnen in speziellen Fällen mit unserem Diagnodent- Gerät die Möglichkeit, ohne Röngenstrahlen ( z.B. in der Schwangerschaft) versteckte Kariesherde oder kariöse Zahnsubstanz aufzufinden.
Wenn Sie noch weitere Fragen zur Anwendung des Lasers in der Zahnheilkunde oder Interesse an einer Behandlung mit dem Laser haben, sprechen Sie uns gerne in unserer Praxis an. Wir geben Ihnen gern weitere individuelle Informationen für Ihre spezielle Situation.
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Begleitende Logopädie bei Behandlung mit Zahnspangen
11.4.2011 von admin.
Nach der Untersuchung des Zahnarztes oder Kieferorthopäden und der Feststellung einer Dysfunktion erfolgt eine Überweisung zu einem Logopäden/ Sprachtherapeuten. Dieser Logopäde oder Sprachtherapeut bringt den Kindern verschiedene Übungen bei, um diese gespeicherten (unreifen) Muster, wie z.B. Lippeneinlegen, Zungenpressen beim Schluckvorgang zu überschreiben, neu zu erlernen und somit Kieferfehlstellungen auszugleichen. Dieser Therapieablauf richtet sich nach dem Alter und den Bedürfnissen des Kindes.
Um das Ergebnis der logopädischen Arbeit aufrecht zu erhalten, bedarf es täglichen Übungen, die von dem Kind regelmäßig zu Hause durchgeführt werden sollten.
Das sind z.B Übungen zur Stärkung der Zungen- und Lippenmuskulatur, zum Anregen der Nasenatmung oder Puste- und Blasübungen.
Den nach der Geburt erworbenen Dysfunktionen (wie z.B. ein viszerales Schluckmuster,d.h. Das Kind legt beim Schlucken die Zunge zwischen die Zahnreihen) und Zahnfehlstellungen können durch prophylaktische Maßnahmen der Zahnärzte behoben werden. Diese Maßnahmen erfolgen durch bestimmte Geräte, wie z.B.“Stoppi“- dem Entwöhnungssauger, „Infant-Trainer“ - der der Zunge zur korrekten Gaumenlage verhilft und dem „Position-Trainer“- er unterstützt ebenfalls die korrekte Zungenruhelage, führt zur Nasenatmung und fördert den Mundschluss.
Sie sind der wichtigste Schlüssel für die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Logopäden/Sprachtherapeuten um orofaziale Dysfunktionen wirkungsvoll zu therapieren.
Es ist wichtig den orofazialen Dysfunktionen bereits im Milchgebiss entgegen zu wirken um den daraus resultierenden Dysgnathien und Sprechstörungen vorzubeugen.
Dazu gehören regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt und Vorsorgemaßnahmen. Auf diesem Wege können eventuelle Dysfunktionen frühzeitig behandelt bzw. vorgebeugt werden.
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Auswirkungen der Parodontitis auf Ihre Gesundheit - Teil 2
5.4.2011 von admin.
Die Gesundheit und der Zustand Ihres Zahnfleisches und Ihrer Zähne stehen in direktem Zusammenhang zu anderen Organen Ihres Körpers und haben auch Einfluss auf Ihr Herz-Kreislaufsystem.
Parodontitis und Gingivitis sind eine andauernde Belastung für Ihr Immunsystem, das permanent damit beschäftigt ist, diese Entzündung zu bekämpfen. Dabei können Bakterien über die Blutbahn in andere Körperregionen gelangen und Ihren Körper schwächen.
Das wirkt sich auf Ihren Allgemeinzustand und Ihre Leistungsfähigkeit aus. Die Bakterien können z.B. zum Herzen gelangen und eine Endokarditis ( = infektiöse Entzündung der Herzinnenhaut) hervorrufen.
Bei einer vorhandenen Parodontitis sind das Risiko für einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall deutlich gesteigert. Eine Parodontitis bei Schwangeren erhöht des Risiko einer Frühgeburt und eines niedrigen Geburtsgewichtes.
Parodontitis, an der in Deutschland etwa 70 % der Erwachsenen im Alter von 35 bis 50 Jahren und über 80 % der Senioren leiden, wird mittlerweile mit den klassischen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie z.B. erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck und Übergewicht gleichgesetzt.
Besonders für Raucher ist die individuelle Prophylaxe sehr wichtig, da sie zu einem Personenkreis gehören, der anfälliger für parodontale Erkrankungen ist. Auch das Risiko, an Diabetes zu erkranken, kann bei einer unbehandelten Parodontitis erhöht sein.
Das riskante ist: Die Parodontitis ist nicht nur eine reine Folgeerkrankung des Diabetes. Sobald vorhanden, beeinflusst sie den Diabetes negativ. Die Entzündungen im Mund erhöhen die Insulinresistenz der Zellen und verschlechtern so den Blutzuckerwert. Zusätzlich erschweren sie die Einstellung des Blutzuckers.
Es ist also äußerst wichtig, dass Sie mit Ihrem Zahnarzt Hand in Hand arbeiten. So können wir Ihre Zähne und Ihre Gesundheit bis ins hohe Alter schützen und Ihre Lebensqualität steigern.
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Rheuma, Kiefergelenke, Kieferorthopädie!
24.2.2011 von admin.
Wie hoch sind Risiko und Häufigkeit einer rheumatoiden Mitbeteiligung der Kiefergelenke?
Eine Mitbeteiligung der Kiefergelenke findet sich etwa bei 50% der Patienten mit J I A (juvenile ideopathische Arthritis). Das Risiko ist besonders hoch, wenn die Krankheit sehr früh einsetzt (vor dem 4. Lebensjahr), lange andauert und einen schweren Verlauf nimmt. Sind mehr als fünf Gelenke betroffen (polyartikuläre J I A genannt) und sind Rheumafaktoren nachweisbar, steigt das Risiko ebenfalls. Außerdem sind bei Mädchen die Kiefergelenke häufiger befallen als bei Jungen.
Wie sieht die Behandlung aus?
Leider ist Rheuma nicht heilbar, so dass sich die Behandlung der entzündlich befallenen Kiefergelenke auf Entzündungshemmung, Schmerzlinderung, Verhindern oder Verringern der Gelenkschädigung und den Erhalt der Funktion bei Unterkiefer-bewegungen konzentriert.
In der akuten Phase werden die Kiefergelenke mit einer Schiene behandelt, die in der Rheumasprechstunde regelmäßig kontrolliert werden muss. Ergänzend erfolgt die Medikation durch den betreuenden Rheumatologen.
Hat während der akuten Phase eine Gelenkschädigung und somit auch eine Wachstumsänderung des Gesichtsschädels stattgefunden, besteht das Ziel der Behandlung darin, diese Schädigung auszugleichen. Hierzu werden in den Phasen der Remission, d.h. in der Zeit, in der die Beschwerden der Entzündung zeitweise nachlassen, kieferorthopädische Apparaturen eingesetzt, die das Unterkieferwachstum fördern.
Um diese beiden Phasen gut voneinander abgrenzen zu können, ist die enge Zusammenarbeit von Zahnarzt/Kieferorthopäde und Kinderrheumatolge sehr wichtig. Nur so können zum passenden Zeitpunkt geeignete therapeutische Maßnahmen ergriffen werden.
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Welche Verbindung besteht zwischen Rheuma und Kieferorthopädie?
10.1.2011 von admin.
Rheuma kann auch die Kiefergelenke befallen. Bei den betroffenen Patienten kann es zu Funktions- und Bewegungseinschränkungen des Unterkiefers sowie zu Veränderungen des Gesichtsschädelwachstums kommen.
Die Hauptaufgabe des Zahnarztes ist es, eine Mitbeteiligung der Kiefergelenke so früh wie möglich zu erkennen, um eine frühzeitige Behandlung einleiten zu können. Bei dieser Therapie müssen Zahnarzt, Kinderrheumatologe und ggf. Physiotherapeut/ Manualtherapeut eng zusammenarbeiten.
Woran erkennt man eine rheumatoide Mitbeteiligung der Kiefergelenke?
Die Gelenkentzündung führt zu einer gesteigerten Produktion von Gelenkflüssigkeit, was zu einer Druckerhöhung in der engen und derben Gelenkkapsel führt. Es kommt zu Schmerzen, Druckempfindlichkeit, Rötung und Schwellung.
Die Muskeln um das Kiefergelenk werden nicht mehr so intensiv genutzt und verkümmern.
Folgen: Es können Muskelschmerzen sowie Funktions- und Bewegungseinschränkungen auftreten, wodurch das Kauen deutlich erschwert wird. „Kaufaulheit“ kann die Folge sein.
Außerdem bedingt die Entzündung eine Gelenkschädigung, die von einer Abflachung bis hin zur vollständigen Zerstörung der Kiefergelenkköpfe reichen kann.
Durch die entzündliche Zerstörung kommt es zu einer Wachstumsstörung des Unterkiefers. Wenn diese Gelenkschädigung auf beiden Seiten auftritt, entwickelt sich ein kurzer und zu weit zurückliegender Unterkiefer. Bei einseitigem Befall des Kiefergelenkes verschiebt sich der Unterkiefer zur Entzündungsseite und das Gesicht wird “schief”.
Das Tückische dabei ist, dass die beschriebene Entzündung auch ohne Schmerzen ablaufen kann, daher können sich diese Veränderungen an den Kiefergelenken auch völlig unbemerkt entwickeln.
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